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Was ist eigentlich Eierbetteln? |
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Die närrische Zeit ist angelaufen, viele Deutsche unternehmen gerade jetzt in der Karnevalszeit eine Reise nach Köln, um die Zeit der Verkleidung und der Freiheit hautnah zu erleben. Doch gibt es noch andere närrische Bräuche. Einer davon ist das sogenannte Eierbetteln. Es handelt sich beim Eierbetteln um einen alten Brauch, der Schriften aus dem 19. Jahrhundert zufolge ursprünglich in Markwerben ausgeübt wurde. Das Pfingstfest beginnt traditionell am Freitagmorgen zum Maieschlagen. Die Maie ist eine Birke, die von den Pfingstburschen vor jede Haustür gestellt werden. Als Symbol der Wiederkehr des Frühlings und die damit verbundene Neugeburt der Natur. Gefällt wird die Maie traditionell auch immer noch mit der Axt, was einiges an Zeit und Kraft beansprucht. Um sich zu stärken finden die Pfingstburschen in einer Gaststätte zu einem zünftigen Frühstück zusammen. Bei reichlich Bier und den kulinarischen Köstlichkeiten des Ortes wird der Vormittag zusammen verbracht. Der Samstag leitet die Pfingstzeit dann offiziell ein. Viele Pfingstburschenschaften ziehen von Haus zu Haus und erheitern die Region mit musikalischen Ständchen. Abends werden dann die Eier, die die Bewohner für eine Maie spendeten, bei dem gemeinsamen Spiegeleieressen verspeist. Der Abend geht dann in den Pfingsttanz über. Eine Woche nach Pfingsten, in der Zeit, die sich Kleinpfingsten nennt, beginnt die sächsische Tradition. Am Sonntag nach Pfingsten beginnt frühmorgens um 6.00 Uhr das „Austrommeln“. Die Blasmusikanten wecken bei lauter Musik die Einwohner. Bereits 2 Stunden später beginnt das „Kindereierbetteln“. Kinder jeden Alters erbetteln in lustiger Verkleidung Eier, Süßigkeiten und andere schöne Dinge. Gegen 10 Uhr beginnt der anschließende farbenprächtige Kinderumzug. Angeführt vom Vorstand der Eierbettler und der Blaskapellen zeigen die Kleinen ihre schönste Verkleidung. Durch die vielfältigen Verkleidung beim Eierbetteln sollte das Unheil vertrieben werden und das Gute ins Dorf einkehren. Später am Nachmittag ist die Straße in ein buntes Fest verwandelt worden. Kostümierte Gruppen tanzen auf der Straße, Festumzüge geben sich von ihrer kreativsten Seite und das rege Treiben lenkt von den eigentlichen Eierbettlern ab. Die Bettler ziehen um die Häuser, um Speisen für das Abendessen zu sammeln. Für das abendliche Eieressen werden nicht nur Eier, sondern auch Speck, Schinken und andere Leckereien eingesammelt. Einige Dörfer lassen auch Geldspenden zu. |
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